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nvbm kolumne

Ich werde in meiner wöchentlichen Kolumne – wenn möglich heiter – Fragen aufgreifen, die immer wieder auftauchen und / oder von allgemeinem Interesse sind.

Heute:

Warum macht uns das Corona-Virus alle gleich und was bedeutet das für unsere Stadt?

Gerade die zurückliegenden Jahrzehnte mit seinem ungewöhnlich langen Wirtschaftswachstum und steigenden Einkommen haben den allgemeinen Trend zur Individualisierung und das Streben nach Einzigartigkeit, verbunden mit dem Herausheben aus der Masse der Menschen, deutlich verstärkt.

Alle Aktivitäten mussten schnell zu einem tollen „Event“ werden. „Einfach nur Mensch sein“ war vielen zu wenig.

Und jetzt, da Corona uns einen Strich durch die Rechnung macht, sind die Enttäuschungen groß. Viele erleben nun, wie ein Virus geradezu zum Gleichmacher wird, auch mit den sozial Benachteiligten.

Gerade das Virus hat uns wieder deutlich gemacht, dass wir die Situation nicht alleine, sondern nur gemeinsam meistern können. Die AHA-AL-Regeln und vor allem das Maske tragen, haben uns auf eine Gemeinsamkeit zurückgeführt. Man sieht hinter der Maske nicht, ob einer lächelt oder „grätig“ ist, was uns alle im Zusammenleben wieder darauf zurückbesinnt, sich auf den Mitmenschen einzulassen.

Auch die vielen ausgefallenen Feste und Geselligkeiten in unserer Stadt machen uns in dieser Zeit bewusst, wie sehr dies im städtischen Leben als selbstverständlich angesehen wurde. Vielleicht gibt uns diese Krise die Chance, dass wir uns danach wieder mehr für die Gesellschaft auch im Ehrenamt einlassen.

Halten wir durch, tragen wir Maske, übernehmen wir Verantwortung für unsere Mitmenschen. Man muss die Gedanken ordnen, sich auf das Wesentliche konzentrieren. Das eigene „Ich“ und die Bedürfnisse der Gemeinschaft in der Balance zu halten, das ist entscheidend. Diese Bitte möchte ich gerade vor Weihnachten an Sie richten, damit wir alle gut und gesund über die bevorstehenden Feiertage kommen.

Besonders hart trifft es dieser Tage die Menschen, die im Seniorenzentrum „St. Anna“ wohnen und arbeiten. Denken wir gerade auch in der Adventszeit an die vielen dort erkrankten Menschen, die es besonders schlimm getroffen hat. „St. Anna“  gehört zur Stadt, zu uns, und macht uns deshalb besonders betroffen.

Ich wünsche allen in der Stadt Erkrankten eine baldige Genesung.

 

Die Bürgermeisterkolumne als PDF-Datei:

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