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Willkommen beim Stadtarchiv Munderkingen

Inneneinrichtung des Stadtarchivs

Was ist das Stadtarchiv ?

Das Stadtarchiv ist das Gedächtnis der Stadt. Es verwahrt die seit Jahrhunderten in der Stadtverwaltung entstandenen Unterlagen, die von dieser zur Erfüllung ihrer Aufgaben angelegt wurden.

Diese Unterlagen bieten in ihrer Gesamtheit eine einzigartige Fülle von Informationen und Daten, die die Grundlage für jede Beschäftigung mit der Munderkinger Stadtgeschichte bieten.

Das Stadtarchiv sammelt ferner alle Materialien mit Bezug auf Munderkingen, um das städtische Geschehen möglichst umfassend dokumentieren zu können.

Bibliothek des Archivs

Was will das Stadtarchiv ?

1. Erhalten - oberste Aufgabe des Stadtarchives muss die Erhaltung des Archivgutes sein. Ziel ist es, das im Stadtarchiv verwahrte einmalige kulturelle Erbe unbeschadet der nächsten Generation zu übergeben.

2. Erschließen - um Archivgut benutzen zu können, ist eine Erschließung durch Kataloge und Findbücher unabdingbar. Die Erschließung soll Wesentliches von Unwesentlichem trennen und soll ein rasches Auffinden von Vorgängen gewährleisten.

3. Offen sein - das Stadtarchiv steht jedermann offen. Es vermittelt die Einsichtnahme in das Archivgut und erteilt Auskünfte zur Stadtgeschichte. Mit Vorträgen, Ausstellungen und Publikationen macht das Stadtarchiv die Stadtgeschichte allgemein zugänglich.

Was aber verwahrt das Stadtarchiv im Einzelnen?

a) Vorderösterreichische Zeit

Trotz einer außergewöhnlich reichen mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Geschichte sind die Archivbestände der Stadt Munderkingen leider nur sehr bescheiden. Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren nahezu alle Dokumente vor 1806 vernichtet. Es sind aus der österreichischen Zeit Munderkingens lediglich einige Ratsprotokolle aus dem 18. Jahrhundert sowie ein Steuerbuch vom Ende des 18. Jahrhunderts erhalten.

Die städtischen Urkunden, die bis in das 14. Jahrhundert zurückreichen, das Privilegienbuch der Stadt sowie das Stadtrecht von 1491 wurden am Ende des 19. Jahrhunderts dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart übergeben. Sie bilden dort den Bestand B 50.
 
b) 19. und 20. Jahrhundert

Das Stadtarchiv verwahrt demnach vor allem Akten und Bände des 19. und 20. Jahrhunderts. Herausragende Stücke sind dabei die Feuerversicherungsbücher (ab den 1830er Jahren), die Güterbücher (ab 1810), die Kaufbücher (ab der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts), die Jahresrechnungen der Stadtpflege (ab 1806) sowie natürlich als zentraler Bestand die Protokolle des Gemeinderats.
Diese Archivalien sind durch ein modernes Findbuch erschlossen.

Das Stadtarchiv hat daneben umfangreiche Bestände nichtstädtischer Provenienz. Hierzu zählen die Bestände der Munderkinger Schulen (Lateinschule, Grund- und Hauptschule "Weitzmannschule", Förderschule sowie Realschule), der Nachlass der ehemaligen Munderkinger Druckerei Traub sowie das Archiv des Krankenhauses (1950 - 1984).
Diese Bestände sind sämtlich durch moderne Findbücher erschlossen.

c) Sammlungen

Seit 1864 besaß Munderkingen mit dem "Donauboten" eine eigene Lokalzeitung, die im Stadtarchiv komplett vorhanden ist (1864 - 1941). Daneben wird im Stadtarchiv auch die Ehinger Zeitung "Volksfreund für Oberschwaben" verwahrt, vorhanden sind hier die Jahrgänge 1826 - 1927.
Der Verlag des "Donauboten" von Franz Traub gab nach dem 2. Weltkrieg ein Heimatblatt für die Munderkinger heraus, das gleichfalls im Stadtarchiv vollständig aufbewahrt wird. Der "Kleine Donau-Bote" erschien von 1951 - 1972.

Das Stadtarchiv betreut ferner eine Sammlung historischer Fotografien von Munderkingen mit derzeit etwa 2000 Bildern sowie eine Zeitungsausschnittsammlung mit Zeitungsausschnitten zum Munderkinger Stadtgeschehen ab etwa 1960.

In der Dienstbibliothek des Stadtarchivs wird die zur Munderkinger Stadtgeschichte erschienene gedruckte Literatur gesammelt. Die Bibliothek umfasst derzeit etwa 650 Titel.

Wie benutzt man das Stadtarchiv?

Das Stadtarchiv Munderkingen ist jeden zweiten Mittwoch vormittags zu den üblichen Bürostunden geöffnet.

Bitte erfragen Sie die Öffnungszeiten des Archivs bei der Stadtverwaltung. Andere Termine können vereinbart werden.

Vor einem Besuch im Stadtarchiv empfiehlt sich unbedingt eine vorherige telefonische oder schriftliche Anfrage, die die Vorbereitung sehr erleichtert.
 
Zahlreiche Fragen zur Stadtgeschichte lassen sich übrigens aus der bereits gedruckten Literatur beantworten. Diese Literatur ist weitgehend im Stadtarchiv vorhanden und kann dort eingesehen werden.

Zentral sind folgende Druckschriften:

     
  • Der wichtigste Aufsatz zur Munderkinger Stadtgeschichte findet sich in:
    Der Alb-Donau-Kreis [Kreisbeschreibung], Bd. 2.- Sigmaringen 1992, S. 619 - 640 (Verfasser Winfried Nuber)
  • Das Gesetz der Stadt Munderkingen von 1491, hrsg. von Winfried Nuber.- Ulm 1992 (Munderkinger Geschichtshefte, 1) 
  • 1200 Jahre Munderkingen, hrsg. von der Stadt Munderkingen [Festbroschüre].- Munderkingen 1992
  • Munderkinger Bilder. Fotografien aus 120 Jahren Stadtgeschichte, hrsg. von der Stadt Munderkingen, 3. Aufl. 2006
  • Chronik der St.-Anna-Klause Munderkingen, bearb. von Winfried Nuber, Konstanz 2005 

Gegen Kopierkostenersatz können ferner vom Stadtarchiv Munderkingen folgende Vortragsmanuskripte bezogen werden:

     
  • Jörg Martin: 100 Jahre Stromversorgung Munderkingen: zur Geschichte der Munderkinger Energie- und Wasserversorgung, Manuskript 1999
  • Jörg Martin: Die Buchdruckerei Kuen/ Traub und der Verlag des Donauboten, Manuskript 1996

Kontakt:
Stadtarchiv Munderkingen, Stadtverwaltung
Telefon:  07393-5980
E-mail:

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